GEG-Zweig in Budapest

27. Februar 2026

Roma, Sandwiches und sehr viel Schnee – mit diesen Worten würde die Klasse 8AG ihre Reise nach Budapest im Jänner 2026 beschreiben. Ganz im Zeichen des Schulfaches “Internationale Entwicklung” verbrachten die Schüler*innen vier wunderschöne, äußerst winterliche Tage in der ungarischen Hauptstadt, um dort trockene Unterrichtsinhalte greifbar zu machen und in einen konkreten Kontext zu setzen. Programmpunkte inkludierten unter anderem eine “Roma Walking Tour”, den Besuch einer Synagoge, eines jüdischen Museums und des Holocaust-Gedenkzentrums sowie die Freiwilligenarbeit bei der “Budapest Bike Maffia”, einer Organisation, die Mahlzeiten für obdachlose Menschen in Budapest zur Verfügung stellt – in der Zentrale der Bike Maffia produzierten die Schüler*innen Sandwiches, die noch am selben Abend per Fahrrad ausgeliefert wurden. Die Schüler*innen bekamen einen tieferen Einblick in die Geschichte und Unterdrückung von Minderheiten wie Roma und Juden durch ortsansässige Tourguides, die der 8AG die Stadt aus vielen verschiedenen Perspektiven zeigten. Auch das Thema Armut wurde eingehend behandelt: Mitglieder der Bezirksvorstehung von Józsefváros (dem achten Budapester Stadtbezirk) nahmen sich die Zeit, den Schüler*innen die massiven Auswirkungen vergangener und heutiger Politikstrukturen Ungarns auf die aktuelle Wohn- und Einkommenssituation von Armutsbetroffenen näherzubringen. Da Österreich und Ungarn eine eng verflochtene Geschichte aufweisen, konnten hier – aber auch bei allen anderen Programmpunkten – spannende Parallelen und Kontraste zwischen den beiden Ländern und ihren Hauptstädten hergestellt werden.

Ein Bericht von Sophie Klepsch